Ein Monat – ein Glas?

Ein Monat – ein Glas?

Wenn man im Internet nach ZeroWaste sucht, stößt man häufig auf Beispiele von Menschen, die ihren gesamten Müll von z.B. einem ganzen Jahr in einem Glas lagern können. Ob ich das auch schaffen kann, wollte ich im September wissen. Zu meinem ZeroWaste Jubiläum habe ich mir das Ziel gesetzt, meinen gesamten Müll in ein kleines Glas stopfen zu können.

Was sich dabei für mich herauskristallisiert hat, erzähle ich euch in diesem Blogbeitrag.

Davor möchte ich mich für die lange Veröffentlichungs-Pause entschuldigen. Dieser Blog ist nach wie vor mein Hobby und mit dem Beginn des Studiensemesters, eine Woche krank sein und vielen Terminen hatte ich leider keine Muße einen Beitrag zu verfassen. Ich werde mich bemühen nun wieder regelmäßiger von mir hören zu lassen. Bitte seid aber nachsichtig mit mir! 😉

Also wie ich auch im „Experimente“-Post festgehalten habe, nehme ich mir dieses Jahr jeden Monat einen anderen Schwerpunkt vor und versuche so langsam und nachhaltig Vorsätze umzusetzen. Im September war dann also wieder mal ZeroWaste der Fokus, mit dem Zusatz, dass ich meinen gesamten Abfall in einem Glas sammeln wollte. Die Intention dabei: Wissen wollen, ob das geht; ein klares Bild bekommen, welcher Müll noch anfällt; und mit einem klaren Ziel wieder mehr Fokus auf das Thema für mich lenken. Dabei herausgekommen ist folgendes Bild:

Hier zu sehen ist das Glas und noch einige zusätzlich Abfall-Gegenstände, die ich nicht mehr in das Glas pressen konnte. Vor allem sind das Lebensmittelverpackungen und ein, zwei Pflaster. Nicht aufgehoben habe ich den organischen Abfall, der landete in unserer Wurmkiste, und alle Materialien, die in Österreich recycelt werden. Das waren in meinem Fall vor allem Kartonagen und Papier sowie Glas. Glasgefäße behalte ich allerdings auch meistens und verwende sie wieder. Ebenfalls recycelt werden in Österreich Kunststoffverpackungen (meistens nur Flaschen, allerdings je nach Gebiet), Metallverpackungen und Getränkekartons (Quelle ARA).

Einerseits bin ich doch sehr beeindruckt, wie viel weniger Müll in meinem Leben mittlerweile anfällt. Vor allem das Badezimmer ist bei mir tatsächlich beinahe ZeroWaste! Andererseits zeigt mir das Experiment auch wieder, dass es gar nicht so einfach ist vor allem Verpackungsmüll einzusparen, wenn man so lebt wie ich: in einer Stadt, viel unterwegs, wenig kochend, versuchend vegan zu leben usw. Manchmal spießen sich hier die Interessen und ich muss Prioritäten setzten. Mir ist zum Beispiel auch besonders wichtig bei Lebensmitteln auf Qualität und biologische Landwirtschaft zu achten. Diese Produkte sind aber meistens im Gegensatz zu der herkömmlichen Variante verpackt. Genauso ist das auch beim veganen Joghurt und Ähnlichem. Mein Fazit daraus ist, dass ich bei meiner Ernährung in Zukunft mehr vorausplanen muss, wenn ich meinen Abfall in diesem Bereich reduzieren will. So habe ich mir zum Beispiel letztens eine Biokiste direkt vom Bauern besorgt und einiges vorgekocht. Außerdem ist mir aufgefallen, dass vor allem der spontane Hunger hin und wieder einen Strich durch die ZeroWaste-Rechnung macht. Es gilt also auch hier in Zukunft vorzusorgen!

Was mir bei dem Thema ganz wichtig ist, ist, dass wir alle, die sich in Richtung ZeroWaste und Nachhaltigkeit bewegen, uns nicht von Vorbildern mit Müll in Gläsern entmutigen lassen. Viel mehr würde ich mich über mehr Realität bei dem Thema freuen, die Hand in Hand mit der Inspiration durch Pionier*Innen geht.

 

Was meint ihr zu dem Thema? Glaubt ihr, dass ihr euren ganzen Müll von einem Monat/Jahr/Jahrzehnt in ein Glas packen könntet? Warum nicht?

Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

 

Bis bald,

Eure Marolena 🙂

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