Schlagwort: Konsum

Inspirierende Bücher für den Sommer

Inspirierende Bücher für den Sommer

Wie ich euch in diesem Beitrag bereits erzählt habe, lese ich unglaublich gerne. Da der Sommer da ist und viele von Euch nun sicher wieder mehr Zeit zum Lesen haben (vielleicht ja auch in Zügen unterwegs zu fernen Ländern), möchte ich euch gerne meine Lieblings- und inspirierende Bücher mit viel Wissenswertem vorstellen. Einige der Wörter, Sätze und Seiten haben mich nachhaltig beeinflusst und vielleicht berühren Euch ja auch ein paar davon. Mehr Inspirationsquellen findet ihr auch hier!

Jorge Bucay – Komm ich erzähl dir eine Geschichte

Dieses Buch ist eines meiner absoluten Lieblinge, da durch märchenhafte Erzählungen wie aus Tausend und einer Nacht unterschiedliche Themen bearbeitet werden. Es geht um Freiheit, Konsum, was uns im Leben wirklich wichtig ist, Liebe und Beziehung. Meine Lieblingsgeschichte darin handelt zum Beispiel von einem König, der einen besonders glücklichen Diener hat. Er möchte gerne wissen, warum dieser so erfüllt ist, obwohl er doch nur ein Diener und nicht reich ist. Der Wesir des Königs bietet an, ihm zu zeigen, warum. Der Preis dafür ist das Glück des Dieners. Der König und der Wesir legen dem Diener einen Sack voll Gold auf die Türschwelle. Als der Diener das Gold findet ist er überglücklich und fängt an das Gold zu Zehnerstapeln aufzutürmen. Doch dem letzten Stapel geht eine Münze ab. Es sind also nur 99 Goldmünzen. Der Diener fängt an zu berechnen, wie lang er arbeiten muss, um die letzte Münze zu bekommen…
Wie es weitergeht möchte ich nicht vorweg nehmen, ihr könnt mir gerne schreiben, wenn ihr das Ende wissen wollt!  

Cover „Komm ich erzähl´dir eine Geschichte“ – Foto (c) Elena Beringer

Jonathan Safran – Tiere Essen

Zusätzlich zu den Filmen „Cowspiracy“ und „What the Health“ war diese Buch für mich der Auslöser endgültig auf Fleisch verzichten zu wollen. Safran beschreibt hier anschaulich und mit vielen Fakten gespickt die Situation der heutigen Massenproduktion von Tieren und das damit verbundene Leid. Dieses Buch muss man heutzutage meiner Meinung nach gelesen haben! Es ist einfach ein Klassiker der Umwelt- und Veganliteratur!

Cover „Tiere Essen“ – Foto (c) Elena Beringer

Catherine Clement – Theos Reise

Als Teenagerin haben mich die Weltreligionen stark beschäftigt. Vor allem in der Zeit als ich noch nicht sicher war, ob ich mich in der katholischen Kirche firmen lassen möchte oder nicht. Ich habe es letztendlich bleiben gelassen…

In „Theos Reise“ wird man selbst auf eine Reise durch die Welt und die vielfältigen Religionen mitgenommen. Durch die leicht verständliche Sprache habe ich hier zum ersten Mal die unterschiedlichen und doch sehr ähnlichen Haltungen der Weltreligionen verstanden. Besonders im Kopf geblieben ist mir dabei die muslimische Welt und die unterschiedlichen religiösen Richtungen und deren Ursprünge, die durch Theos Augen erstmals Sinn ergeben haben.

Cover „Theos Reise“ – Foto (c) Elena Beringer

Daniel Quinn – Ismael

Dieses Buch ist ein absolutes Muss! Durch ein Zwiegespräch von Ismael und seinem Schüler wird die Menschheitsgeschichte neu aufgerollt und unsere gesellschaftlichen Werte diskutiert und klar aufbereitet. Die Umweltzerstörung, unser industrielles, konsumorietiertes System und damit verbundene Verhaltensweisen und deren Ursprung stehen im Zentrum. Es ist ein Roman, der so stark zum Denken anregt, dass ich ihn, nur wenige Jahre nach dem ersten Mal lesen, unbedingt wieder lesen will. Ich bin mir sicher, dass jede*r andere Weisheiten hieraus ziehen kann und sag euch einfach nur: lasst euch auf die Geschichte ein und ihr werdet zu einigen spannenden Erkenntnissen kommen!

Cover „Ismael“ – Foto (c) Elena Beringer

Khalil Gibran – Der Prophet

In kurzen Texten zu den vielfältigsten Themen eines menschlichen Lebens finden sich in diesem Buch von Khalil Gibran eine Weisheit nach der anderen. Der Protagonist, der Prophet, spricht zu dem Volk, bevor er sich auf eine Reise begibt, und teilt dabei seine Gedanken. Dieses Buch hat mich extrem berührt, da darin so viele wunderschöne und positive Gedanken enthalten sind. Dieses Buch bringt vieles auf den Punkt und regt in beeindruckender Klarheit Emotionen und Gedanken an.

Jessa Crispin – Warum ich keine Feministin bin

Seit letztem Jahr habe ich vermehrt das Bedürfnis mich wirklich fundiert mit dem Thema Feminismus auseinanderzusetzten. Dieses Buch hat mein Grundwissen mit neuen Ideen zum Feminismus erweitert. Viele Gedanken, die ich zum Feminismus bisher auch hatte, wie „der neue Feminsimus ist nicht radikal genug“ oder „braucht es Feminismus überhaupt noch?“, werden angesprochen. Natürlich ist der Text von den Ansichten der Autorin gefärbt, er regt aber jedenfalls zum Nachdenken an und hat meinen Horizont definitiv erweitert.

Lina Jachmann – Einfach leben

Die Sammlung von Geschichten von Menschen, die versuchen einfacher, nachhaltiger und minimalistischer zu leben, ist ein gutes Beispiel für ein Buch, das neue Wege aufzeigt, wie das Leben nach einer Transformation unseres derzeitigen Systems ausschauen kann. Besonders spannend fand ich die Menschen, die mit extrem wenig Besitz auskommen und dadurch andere Werte wieder wichtiger werden. Schön finde ich hier auch die gesammelten Anregungen für das eigene Leben, DIYs und die wirklich schön gestalteten Photographien.

Brené Brown – Verletzlichkeit macht stark

Obwohl ihr erstes Buch „Die Gaben der Unvollkommenheit“ Schritte hin zu mehr Verletzlichkeit liebevoll und mit vielen Beispielen aufbereitet, hat mir ihr zweites Buch noch etwas besser gefallen. Vielleicht lag dies auch an dem Zeitpunkt zu dem ich dieses Werk gelesen habe. Ich habe anhand des Buches einige persönliche Themen vor allem im Zusammenhang mit romantischen Beziehungen für mich bearbeitet. Besonders schön finde ich an der ganzen Arbeit von Brené Brown, dass Verletzlichkeit ein essentieller Baustein für eine liebevolle und empathische Gesellschaft sein kann und sie dieses Thema aus wissenschaftlicher als auch persönlicher Perspektive gekonnt bearbeitet. Wer noch nie von Brené Brown gehört hat, kann sich zum Einstieg auch ihren Ted-Talk anschauen!

Cover „Verletzlichkeit macht stark“ – Foto (c) Elena Beringer

Erich Fromm – Haben oder Sein

Das philosophische Werk von Erich Fromm ist für mich vor allem deswegen so spannend, weil es Ideen andenkt, die auch heute noch hochaktuell sind. Fromm diskutiert was wir im Leben brauchen, was ein gutes Leben ausmacht und warum unsere Gesellschaft so auf das „Haben“ ausgelegt ist und bietet damit vielerlei Gedankengänge, die auch für die heutigen Diskussionen hilfreich sein können.

Cover „Haben oder Sein“ – (c) Elena Beringer

Georg Milzner – Wir sind überall nur nicht bei uns

Ein Buch über Achtsamkeit und wie die heutige Gesellschaft uns in unserer Wahrnehmung prägt. Der Autor teilt hier Gedanken, was dies mit unserem Wohlbefinden und Beziehungen macht. Für mich war das Buch ein Spannendes zur eigenen Reflexion meines Handelns und Denkens.

Cover von „Wir sind überall nur nicht bei uns“ – Foto (C) Elena Beringer

Elena Favilli und Francesca Cavallo – Good Night Stories for Rebel Girls

Dieses wunderschöne Gute-Nacht-Geschichten Buch präsentiert 100 außergewöhnliche Frauenvorbilder auf je zwei Seiten. Zahlreiche Künstlerinnen ergänzen die kurzen Texte mit kunstvollen Illustrationen. Ich lese wirklich gerne immer wieder in diesem Buch, da die Geschichten endlich Frauenwege zeigen, die vielseitiger, mutiger, kreativer, turbulenter, beeindruckender nicht sein könnten. So viel Inspiration, die vor allem für Mädchen eine gute Alternative zu den Prinzessinnen-Märchen sein kann! Meine Lieblingsfrauen aus den Büchern kannte ich davor nicht. Passenderweise sind beide rothaarige Piratinnen. Vielleicht war ich in einem früheren Leben ja auch mal Piratin 😀 !

Cover „Good Night Stories for Rebel Girls“ – Foto (c) Elena Beringer

Ann-Marlene Henning und Tina Bremer-Olszewski – Make Love

Aufklärung in Sachen Sexualität habe ich bereits schon sehr früh durch ein anderes tolles Buch, das ich von meiner Mama bekommen habe, erfahren. Dieses Aufklärungsbuch bereitet das Thema aber nochmal passend für Jugendliche und Erwachsene unaufgeregt und anschaulich auf. Besonders gefallen mir die zahlreichen Grafiken zu Themen wie Verhütung, ab wann darf man in welchen Ländern Sex haben, heiraten etc. oder zu Schwangerschaft. Toll finde ich auch die Fotos von den unterschiedlichsten, echten Paaren (auch queere Paare sind abgebildet). Es wird ein realistisches Bild von Sexualität vermittelt. Sehr zu empfehlen!

Buchtitel Make Love – Foto (c) Elena Beringer

Bea Johnson – Zero Waste Home

Die „Bibel“ für alle ZeroWaster*innen – auf zahlreichen Seiten erzählt die Pionierin in Sachen ZeroWaste Bea Johnson von ihren Erfahrungen, teilt Rezepte für fast alles, was man brauchen könnte und beschreibt Schritt für Schritt wie man ZeroWaste im Privaten umsetzten kann. Ich verwende das Buch sehr gerne als Nachschlagewerk und es hat mir mit vielen Anregungen den Einstieg in das Thema massiv erleichtert. Die 5 R´s, die ich auch in meinem aller ersten Beitrag gelistet habe, stammen zum Beispiel auch von ihr.

Foto (c) Elena Beringer

Ich wünsche Euch ganz Viel Spaß beim Lesen! Schreibt mir doch auch gerne eure Lieblingsbücher in die Kommentare. Auch ich brauche immer wieder neuen Lesestoff 😉

Schönen Sommer,

Eure Marolena 🙂


*Disclaimer: unbezahlte Werbung/Produktnennung und verlinkte Seiten

ZeroWaste für Bücherwürmer

ZeroWaste für Bücherwürmer

Eine Sache, die ich immer schon geliebt und viel gemacht habe, ist Lesen. Als Kind habe ich stundenlang Bücher verschlungen, zuerst Christine Nöstlinger, Astrid Lindgren und andere Klassiker und später Fantasy Literatur aller Art; inkl. der manchmal nervigen Fortsetzungen ;). Heute lese ich viel Sachliteratur.

Da ich bei Büchern aber gerne die Besitzerin dieser bin, spricht mich das Konzept des Bücherausleihens nicht so an. Auch deshalb, weil ich sehr oft mindestens vier Bücher gleichzeitig, über einen längeren Zeitraum lese, was sich mit den Ausleihzeiten nicht immer vereinbaren lässt. Wir reden hier zum Teil über sechs Monate bis zu Jahren…

Digital kommt für mich übrigens nicht in Frage, da meiner Meinung nach zum Bücherlesen auch die anderen Sinne (Riechen, Tasten, Hören) dazugehören. Ansonsten ist das Lesen von Büchern online natürlich auch eine gute ZeroWaste Möglichkeit.

Für Menschen, die aber aufgrund des Anspruchs Ressourcen zu sparen und Müll zu vermeiden, nicht mehr so gerne neu kaufen, gibt es neben Bibliotheken auch andere tolle Möglichkeiten, um an neuen Bücherstoff zu kommen. Obwohl ich hin und wieder noch neue Bücher kaufe, hole ich mir mittlerweile viele neue Exemplare über folgende Kanäle:

  • Second-Hand Bücherläden

In Wien gibt es hier Einige und ich habe da sicher noch nicht alle entdeckt. Einen Laden der mir aufgrund der Kombination mit einem sozialen Zweck besonders gefällt ist der Books4Life Laden im 8. Bezirk in der Skodagasse. Der Laden ist zwar klein, dafür aber richtig gut sortiert und es gibt auch ein paar Überraschungen zu finden, wie das „Blind Date mit einem Buch“.

  • Offene Bücherschränke

Auch diese findet man mittlerweile in Wien verteilt. Eine Liste einiger Standorte findet ihr hier. Das Konzept ist simpel. Man bringt gebrauchte Bücher zum Sammelort, stellt sie ins Regal, damit andere Menschen diese dann mitnehmen können. Es ist hier egal, ob man selbst Bücher mitbringt, oder nur welche mitnehmen möchte. In Summe sind viele Regale stets mit Schätzen gefüllt. Ich habe hier zum Beispiel alte Kinderbücher gefunden, die vor ein paar Jahren verloren gegangen sind.

Zwei offene Bücherschränke gibt es übrigens auch auf der BOKU – Standort Türkenschanze. Einmal im neuen Tüwi-Lokal und einen im Schwackhöferhaus im Erdgeschoss. Dort bringe ich auch gerne meine alten Skripten zur Wiederverwendung hin.

  • Flohmärkte

Eine Möglichkeit an gebrauchte Bücher zu kommen, sind auch Flohmärkte. Ich habe hier bisher selten etwas gefunden, kenne aber einige Menschen, die super gerne stöbern gehen. Ich denke, dass ist wahrscheinlich Typ-Sache, aber jedenfalls eine weitere gute Quelle für neuen Lesestoff.

  • Second-Hand Bücher Online

Online Shops für Second Hand Bücher gibt es ebenfalls einige. Über diese kann man einerseits eigene Bücher ankaufen lassen und „neue“ Bücher über den Online Shop kaufen. Von dem Angebot bei zum Beispiel Medimops war ich wirklich begeistert. Ich habe hier unter anderem eine alte Ausgabe von „Tausend und einer Nacht“ gefunden, die wir in meiner Kindheit hatten. Ein anderer Shop ist zum Beispiel Momox.

  • Bücher von Freund*innen und Familie ausleihen

Im Gegensatz zu Bibliotheken muss man bei Freund*innen und Familie (im Regelfall) keine Gebühren für längeres Ausleihen zahlen und keine Fristen einhalten. Ich leihe mittlerweile auch gerne meine Bücher her, damit auch andere sich an ihnen erfreuen können. So nützen sie nicht nur mir und ich kann meinen großen Bücherschrank zu Hause auch ein bisschen mehr vor mir rechtfertigen. Ich leihe mir mittlerweile auch manchmal Bücher aus. Das macht für mich hier mehr Sinn, da ich die Bücher meist viel länger haben kann.

Welche Bücherquellen nutzt ihr am häufigsten? Kauft ihr gerne Second-Hand bei Büchern?

Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Alles Liebe,

Eure Marolena 🙂


© Titelbild: Patrick Tomasso via Unsplash

*Disclaimer: unbezahlte Werbung/verlinkte Seiten

Alles was du nicht brauchst um ZeroWaste zu leben

Alles was du nicht brauchst um ZeroWaste zu leben

You can find the english version here!

Auch ich bin in die Falle getappt und habe mich von all den glänzenden Edelstahlboxen und Strohhalmen, die in ZeroWaste Läden angeboten werden, verführen lassen und gleich mehrere ZeroWaste Gadgets gekauft. Doch um den Prozess Richtung ZeroWaste zu starten, braucht man erstmal gar nichts, außer einer positiven Haltung und Einstellung, dass man selbst etwas ändern möchte.

Wenn ihr mit ZeroWaste oder einfach nur mal Abfallreduktion zu Hause und mit mehr Nachhaltigkeit starten wollt, nutzt erstmal die Dinge, die ihr bereits zu Hause habt. Hier sollte klar sein, dass auch die „ZeroWaste“ Produkte produziert, verpackt und transportiert werden müssen und somit ebenfalls Ressourcen verbrauchen. Es ist also generell nachhaltiger das zu verwenden, was bereits produziert wurde und man schon zu Hause hat. Sollte man doch etwas Bestimmtes brauchen, lohnt es sich es vorerst Second-Hand zu suchen, es sich auszuleihen oder Freunde und Familie darum zu fragen.

Lasst uns also mal die gängigsten Dinge anschauen, die sich Viele zu Beginn der ZeroWaste Reise anschaffen:

  • Stofftaschen: Wahrscheinlich habt ihr bereits einige Taschen, Rucksäcke oder Ähnliches zu Hause. Verwendet vorerst diese, bis sie nicht mehr zu gebrauchen sind.
  • Produktsackerl: Viele kaufen sich Stoffsäckchen für den Einkauf von Obst und Gemüse sowie Trockenware. Hier könnt ihr aber auch einfach die etwas größeren Taschen nehmen, oder euch aus alten T-Shirts welche selbst machen. Die Anleitung dazu habe ich euch hier verlinkt!
Selbstgemachtes Sackerl mit Flade
  • Strohhalme: Der Edelstahlstrohhalm ist bis heute einer meiner lustigsten ZeroWaste Gegenstände und immer ein Gesprächsstarter, deswegen mag ich ihn immer noch gerne. Allerdings habe ich ihn sehr selten für den eigentlichen Zweck, das Trinken von Flüssigkeiten, verwendet. Viel einfacher ist es Getränke ganz ohne Strohhalm zu trinken, bzw. Getränke zu konsumieren, die keinen Bedarf nach einem Strohhalm haben.
  • Spork/Bambus-Besteck für unterwegs: Ich hatte zu Beginn auch lange darüber nachgedacht mir eine Löffel-Gabel-Messer Kombination (Spork) oder Bambus Besteck anzuschaffen, habe mich aber letztendlich doch für das ganz normale Besteck von zu Hause entschieden. Dieses habe ich nun immer in meiner Tasche. Es ist etwas schwerer, aber letztendlich preisgünstiger und ich musste nichts Neues kaufen.
  • Spezielle Körperseife: ganz normale Seife tut es auch 😉
  • Zahnpastatabs und Mundwasser: Die billigere Variante ist es diese einfach selbst zu machen. Meine Rezepte dafür findet ihr hier.
ZeroWaste Gadgets Neuanschaffungen und Wiederverwendetes
  • Glas/Edelstahlbehälter: Auch ich habe mir zu Beginn fancy Behälter gekauft und meine alte Tupperware aussortiert. Ressourcensparender wäre es hier gewesen die Behälter zu nutzen, die ich bereits zu Hause hatte. Zusätzlich verwende ich heute jene Gläser, die sich durch den Kauf von Produkten im Glas (Tomatensoße, Mais, Milch, Joghurt, Bohnen etc.)  ansammeln. Diese kann man gut für den Transport von Essen zur Arbeit oder Uni, als Behälter für flüssige oder trockene Ware aus dem Unverpacktladen und vieles mehr nutzen kann. Es ist nicht nötig spezielle Gläser zu kaufen. Wenn der Ästhetische Aspekt besonders wichtig ist: die Aufkleber auf den Gläsern und Flaschen gehen gut mit Natron und Wasser runter.
  • Edelstahlfalsche: wenn ich ehrlich bin, brauche ich diese in ihrer Form doch recht häufig, da meine sowohl als Thermosflasche als auch Wasserflasche funktioniert. Generell finde ich es aber sinnvoller eine Flasche zu verwenden, die man schon zu Hause hat. Hier könnte man zum Beispiel auch alte Milchflaschen, Schraubgläser, Bierflaschen mit Kippverschluss oder Ähnliches verwenden.

Genau über das Thema habe ich übrigens auch im Podcast „Hör mal wer die Welt verändert“ mit zwei UBRM-Studentinnen Caro und Anna und mit Vivi von ZeroWasteVienna gesprochen. Dort findet ihr auch noch weitere Tipps! Den Podcast könnt ihr auch auf Spotify und ITunes hören.

„Hör mal wer die Welt verändert“ – Podcast Aufnahme mit Caro, Anna und Vivi

Lasst euch also nicht von perfekten Instagram-Bildern beeinflussen, sondern überlegt zuerst was für euch am besten funktioniert, was ihr wirklich braucht, was ihr bereits zu Hause habt und ob ihr euch die Teile auch leisten wollt.

Welche Typischen ZeroWaste Produkte fallen euch noch ein, die man nicht unbedingt gleich kaufen muss? Schreibt es mir in die Kommentare!

Alles Liebe,

Eure Marolena 😉


*Disclaimer: unbezahlte Werbung – verlinkte Seiten

Reiselust ganz müllbewusst

Reiselust ganz müllbewusst

Titelbild: Vor zwei Jahren mit Jutebeutel in Prag
Click here for the English Version!

Reisen und Unterwegs sein ist ein spezielles Thema, wenn es um Müllvermeidung geht. Vorbereitung und Eventualitäten durchdenken ist das A und O.

Seit ich vor zweieinhalb Jahren angefangen habe ZeroWaste zu leben, habe ich das immer wieder stark erlebt. Da ich generell viel unterwegs bin, habe ich immer Besteck, ein kleines Handtuch, ein Taschentuch und eine Wasserflasche und manchmal auch ein kleines Sackerl und ein dichtes Gefäß für Essenskäufe dabei.

Vor einer Reise überlege ich mir genauer, was ich so vorhabe, wie lange ich unterwegs bin, ob es an dem besuchten Ort veganes Essen gibt, welches Wetter ca. vor Ort ist usw. Gerne packe ich hier Dinge ein, die mehrere Zwecke erfüllen können. So zum Beispiel Taschentücher, die man auch gut als Servietten oder kleines Sackerl für Einkäufe verwenden kann. Zusatztipp faltbare Dinge in Gläsern oder Boxen einpacken, um Platz im Rucksack zu sparen! Ich versuche bei meinen ZeroWaste-Gadgets für Reisen so wenig wie möglich aber so viel als nötig einzupacken. Auf meiner letzten viertägigen Reise nach Krakau hatte ich deswegen folgende Dinge dabei:

  • Digitales Busticket
  • Einen extra kleineren Rucksack
  • Eine Stofftasche
  • Mehrere kleinere Sackerl
  • Ein Glas
  • Kopfhörer, um nicht die Kopfhörer im Bus (oder im Flugzeug) verwenden zu müssen
  • Besteck inkl. Edelstahlstrohhalm
  • Füllfeder und Tinte zum Nachfüllen
  • Deo in Puderform
  • Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen und Verspannungen
  • Eine Menstruationstasse
  • Periodenunterwäsche und Stoffbinde
  • Eine Sonnenbrille plus Putztuch
  • Eine Haube
  • Mehrere Taschentücher
  • Ein kleines Handtuch
  • Eine gefüllte Wasserflasche, isoliert (für warme und kalte Getränke)
  • Toner in einer wiederverwendbaren Sprühflasche
  • Ein Abschminktuch (obwohl ich kein Makeup dabei hatte 😉 )
  • Kokosöl in einem kleinen wiederverwendbaren Gefäß
  • Gesichtscreme
  • Eine kleine Seife zum Duschen
  • Deo in fester Form
  • Selbstgemachtes Zahnpulver
  • Eine Bambuszahnbürste
  • Essen für die Bus- oder Zugfahrt
  • Snacks wie Nüsse, Früchte, Kekse oder Ähnliches für den schnellen Hunger oder Unterzucker-Attacken

Ich muss dazu sagen, dass ich zum Zeitpunkt der Reise zusätzlich krank war und deswegen Creme, Pfefferminzöl und viele Taschentücher dabeihatte. Generell waren diese Dinge aber auf der Reise sehr hilfreich und vielseitig einsetzbar.

Zusätzlich kann ich noch empfehlen eine Edelstahlbox oder Bienenwachspapier mitzunehmen und für einen (Wellness-)Urlaub auch ein etwas größeres Handtuch, Flip-Flops (für die Sauna und Schwimmbecken) und einen Badeanzug. Diese Dinge werden zwar häufig zur Verfügung gestellt, aber, wenn man seine eigenen Produkte mitnimmt, kann man so das Waschen oder Wegwerfen von vor Ort Materialien vermeiden. Außerdem zur Vermeidung vom Kauf von Plastikflaschen, die eigene Flasche immer wieder auffüllen. In Ländern mit schlechterer Wasserqualität kann man oft auch Restaurants fragen, ob sie gefiltertes Wasser haben, das man abfüllen darf. Eine andere Möglichkeit wäre ein kleines Filtergerät mitzunehmen.

Wenn man länger an einem Ort ist und die Möglichkeit hat selbst zu kochen, kann man auch versuchen verpackungsfrei entweder in einem Unverpackt-Laden oder auf einem Markt einzukaufen. Hier oder hier findet man z.B. eine Karte mit Läden weltweit und in Städten gibt es häufig größere dauerhafte oder temporäre Märkte. Das Internet hilft hier auch weiter 😉

Wenn es um Verpackungsvermeidung in anderen Ländern geht, darf man nicht so streng mit sich selbst und auch den Menschen dort sein. Wegen Sprachbarrieren und Verständnisschwierigkeiten kann es manchmal gar nicht so leicht sein, darum zu bitten das Plastiksackerl oder den Strohhalm wegzulassen. Mit Händen und Füßen, Humor und einem freundlichen Lächeln klappt das meistens aber doch recht gut! Und nicht vergessen Danke zu sagen 😉

Und obwohl die folgenden Punkte wenig mit Müll konkret zu tun haben, hier noch ein paar generelle Tipps für nachhaltige Reisen:

  1. Zug vor Bus vor Flugzeug und wenn möglich immer am Boden bleiben
  2. Die Umgebung erkunden, nahe Reiseziele anpeilen – denn das Gute liegt so nah!
  3. Vor Ort öffentliche Transportmittel und Fahrräder nutzen
  4. Flüge kompensieren z.B. über Atmosfair, CO2mpensio oder die Plattform der Universität für Bodenkultur Wien
  5. Für den bereisten Ort angemessen packen, um nicht vor Ort schnell noch etwas nachkaufen zu müssen.
  6. Eine Packliste schreiben und im Voraus ein paar ökologische Lokale recherchieren
  7. Die Reise planen
  8. Minimalistisch packen
  9. In einem Lokal essen/trinken statt ToGo
  10. Bei der Unterkunft-Suche auf Nachhaltigkeit achten
  11. Bei lokalen Unternehmen einkaufen
  12. Unterwegs auf die ZeroWaste Regeln achten

 

Viel Spaß auf euren Reisen und alles Liebe!

Eure Marolena 🙂

 


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