Kategorie: Allgemein

Erdbeerwochen haben Kraft

Erdbeerwochen haben Kraft

Weil einfach mehr über Menstruation gesprochen gehört!

Menstruation ist ein Thema das fast alle Frauen eine Zeit ihres Lebens begleitet. So auch mich und das verstärkt seit eineinhalb Jahren. Meine Periode hat mich schon davor beschäftigt, meist in Form von Krämpfen, Zwischenblutungen und der Frage „wann kommt Sie denn endlich?“. Meine erste Regel habe ich nämlich erst mit ca. 17 oder 18 bekommen. Dass ich es nicht mehr so genau weiß, zeigt auch, dass ich damals noch nicht wirklich wusste, was da in und mit meinem Körper geschieht. Ich hatte zwar eine tolle Aufklärung von meiner Mama bekommen und auch immer wieder über das Thema Regelblutung gelesen, aber trotzdem war ich mir diesbezüglich unsicher. Ich glaube ich hatte schon mit 15 einmal eine kurze Schmierblutung, aber in Folge blieb die Regel lange aus und ich machte mir Sorgen, ob mein Körper richtig funktioniert. Dieses Funktionieren und auch der Druck von außen, dass es doch so wichtig sei, meine Periode bald zu bekommen, haben mir innerlich Stress gemacht. Meine Regel bekam dadurch ein ganz besonderes Gewicht und eine Schwere.

Und dann kam sie endlich! Immer wieder mal, ohne Vorwarnung. Manchmal leicht, manchmal schwer, manchmal in Rot, manchmal bräunlich-verquer.

Hormonelle Verhütung hat dann zuerst eine Regelmäßigkeit, letztendlich aber auch einige Nebenwirkungen mit sich gebracht. Als ich dann beschloss, auf eine nicht-hormonelle Verhütung umzusteigen, kam das Durcheinander wieder. Mein Körper musste sich erneut einpendeln und den eigenen Rhythmus wiederfinden. Den Rhythmus habe ich zwar im Blut, aber in meinem Unterleib ist dieser irgendwie noch nicht ganz angekommen. Mit den Jahren habe ich mich an die Unregelmäßigkeit und Unsicherheit gewöhnt. Auch wenn dadurch hin und wieder peinliche Situationen entstanden sind…

Und dann habe ich über den Umweg ZeroWaste und der Menstruationskappe wieder begonnen, mich mit meiner Periode auseinanderzusetzten. Vollen Schwung bekam diese Beschäftigung mit der einmaligen Gelegenheit, einmal als Protagonistin in einem Werbevideo mitzumachen und zwar für die erdbeerwoche. Bettina und Annemarie, die zwei starken Gründerinnen der erdbeerwoche und vehemente Tabubrecherinnen, was das Thema Menstruation und Zyklus betrifft, haben mit ihrem Start-up Einiges für die Bewusstseinsbildung bezüglich ökologischer, nachhaltiger und gesunder Frauenhygiene geleistet. Dafür habe ich gerne mein Gesicht hergeliehen, um das Thema in der breiten Öffentlichkeit bekannter zu machen. Damals hat mich vor allem die Verbreitung der ZeroWaste-Hygiene Produkte als Alternative begeistert. Durch einige Gespräche mit den zwei Aufbrecherinnen, aber auch in Folge mit vielen anderen Fremden, Freund*Innen und Bekannten, merkte ich, wie wichtig es mir aber auch ist, über Menstruation und Zyklus offen sprechen zu können.

© erdbeerwoche 2017 – Zimtfilm, Bettina Steinbrugger, Elena Beringer, Sarah Haas, Annemarie Harant beim Shooting Werbevideo

Zwei weitere öffentlichkeitswirksame Projekte mit der erdbeerwoche folgten und ich wurde in meinem Umfeld immer mehr ebenfalls zur Tabubrecherin. Ich merkte, dass das Thema nicht nur mich beschäftigt, sondern auch viele andere Frauen und Männer. Einerseits durfte ich also bei einem Shooting mit anderen bewundernswerten Frauen dabei sein und andererseits stand ich dann im Herbst 2017 für das Bildungsprojekt READY FOR RED* als die Hauptfigur Rita wieder vor der Kamera. Diesmal in einem richtigen Studio, mit lustigen Requisiten wie einem Gebärmutter-Mantel in rosa Plüsch und rotem Ketchup, das mir zu einem Zeitpunkt über den, mit einer rosa schimmernden Badehaube bedeckten, Kopf rann. Ich habe eine tanzende Gebärmutter, Bauchkrämpfe, Heißhunger und die Monatsblutung dargestellt und über meine eigenen Erfahrungen gesprochen. Es war ein einzigartiges Erlebnis, das mir viel Spaß gemacht hat!

*READY FOR RED ist eine interaktive Lernplattform zu Menstruation, Zyklus und Co. Passend dazu gibt es auch einen Workshop für Schulen.

 

 

 

 

 

 

© erbeerwoche 2017 – Shooting Ready for Red und Screenshot Intro-Video

Zusätzlich habe ich letztes Jahr eine sehr gute Freundin von mir kennengelernt, die mich nicht nur auf eine meditative Reise in meinen Schoßraum und zu mehr Körperbewusstsein und -gefühl mitgenommen hat, sondern mit der ich auch viele meiner neuen Erlebnisse und alte Erfahrungen teilen konnte. Ich habe mich an einen Workshop erinnert, an dem ich mit 13 teilgenommen hatte. Dort haben wir, organisiert vom Verein „Selbstverständlich“, spielerisch den weiblichen Zyklus mittels einer riesigen Tuch Gebärmutter und einer Plüsch-Vagina erforscht. Durch die Beschäftigung mit meinem Zyklus, dem Lesen von passender Literatur und über Gespräche mit anderen Frauen, habe ich zudem auch mehr Wissen über meinen Körper bekommen, um die zyklischen Veränderungen besser beobachten zu können. Ich bemühe mich nun aktiv in meinen Körper und vor allem meinen Unterleib rein zu spüren. Ich befinde mich immer noch auf einem Weg, der mich aber stetig hin zu mehr Selbstsicherheit mit meiner Menstruation und meinem Zyklus führt.

Wie ich in der Reflexion für das Projekt READY FOR RED feststellen konnte, bedeutet für mich meine Regel heute:

Erneuerung und das Wissen, dass mein Körper so funktioniert, wie er funktionieren soll!

Das Video dazu und viele Aussagen von anderen tollen Frauen* findet ihr hier!

Um auch andere Frauen zu bestärken, sich mehr mit ihrem Zyklus auseinander zu setzten, so vielfältig die Erlebnisse auch sein mögen, haben Eva Teja und ich ein ganz besonderes Seminar für Frauen kreiert: das FEMININE POWER RETREAT. Dieses wird im Herbst in wunderschöner naturnaher Umgebung und mit nährendem Essen zum ersten Mal stattfinden. Wir werden dort unsere Erfahrungen teilen, aber auch einen Raum schaffen, damit die anwesenden Frauen sich gemeinsam über ihren Zyklus, ihre Menstruation, ihre Weiblichkeit und Vieles mehr austauschen können. Ihr könnt dort ebenfalls an einer Schoßraumreise teilnehmen, Freundinnen gewinnen und offen über das Thema sprechen. Der Early Bird-Preis wurde übrigens bis zum 19.8. verlängert!

Im Sinne der Offenheit und Kommunikation, hoffe ich Euch mit meiner Transparenz helfen zu können, auch selbst mehr über das Thema zu sprechen! Ich würde mich freuen von Euch in den Kommentaren zu lesen und in einen Austausch zu treten 🙂

Alles Liebe,

Eure Marolena

 

©Header: erbeerwoche

*Disclaimer: Werbung, weil Links zu anderen Seiten/nicht gesponsert

Experimentierfreudig!

Experimentierfreudig!

2018 sollte ein ganz tolles Jahr werden! Meine Garantie dafür? Zahlreiche gute Vorsätze und ToDos.

Bereits nach einer Woche war ich komplett überfordert mit meinen Ideen. Ich wollte gleichzeitig vegan werden, ZeroWaste leben, Yoga machen, meditieren, viele Bücher lesen, tanzen, Zeit mit Freunden verbringen, die Uni gut bewältigen, ein neues Ritual für den Morgen einführen, ordentlich sein und ausmisten… Zu viel auf einmal, um tatsächlich langfristig und nachhaltig auch nur eine Sache davon durchzuziehen…

Meine ganz persönliche Lösung für dieses Dilemma zeigte sich kurz darauf in Form eines sehr spannenden TED-Talks, in dem es um Monats-Challenges ging. Der Sprecher hat sich jeden Monat mit etwas Konkretem beschäftigt und sich so neue Gewohnheiten angeeignet. Gleichzeitig erinnerte ich mich an den Slow Home Podcast, wo Brooke und Ben ein Jahr lang jeden Monat ein Experiment gemacht haben, um bewusster und achtsamer zu leben. Diese Ideen haben mich inspiriert, meine Vorsätze in Monats-Experimente umzuwandeln, Schritt für Schritt neue Gewohnheiten zu etablieren und etwas auszuprobieren. Hier folgt eine komplette Auflistung der Challenges, so wie ich sie in meinem Bullet Journal vermerkt habe. Ihr seht ich habe auch nachträglich noch ein zwei Dinge geändert 😉

Hier will ich euch meine Bilanz der letzten 6 Monate präsentieren:

Monat 1 – Screen-free Bedroom:

… war mit Abstand eines der sinnvollsten und nachhaltigsten Experimente, die ich bis jetzt ausprobiert habe. 31 Tage im kalten Wien-Jänner und grau-Wetter keine Bildschirme in meinem WG-Zimmer zu haben, hat mir viel Zeit für Bücher lesen, tanzen, bewegen und gut schlafen geschenkt. Ich habe meinen Schreibtisch aus meinem Zimmer gebracht und arbeite mittlerweile dort viel im Stehen. Auch wenn ich nach einigen Monaten nun nicht mehr so konsequent bin, hat sich doch mein Lese-Konsum wieder massiv gesteigert und ich habe mir mehr Zeit und Priorität für zwischenmenschliche und „Self-Care“-Momente eingeräumt.

Monat 2 – Meditation:

Meditation war etwas, was ich zuvor schon ein bisschen ausprobiert hatte, aber bisher noch nie wirklich regelmäßig praktiziert habe. Mit einer Meditations-App und einem Sitzkissen in Petto, habe ich mich jeden Tag (mal mehr, mal weniger 😉 ) hin gesetzt und meditiert. Was am Anfang noch sehr ungewohnt bis unangenehm war, hat sich im Laufe des Monats zu willkommenen und entspannenden 5-10 Minuten Ruhe entwickelt. Leider habe ich den Fokus auf Meditation nicht länger behalten können. Ich versuche aber Kleinigkeiten, wie bewusstes Atmen oder Wahrnehmen von Gedanken und Gefühlen, in meinen Alltag einzubauen. Auch die Prinzipien von Meditation, die ich in diesem Monat gelernt habe, helfen mir besonders in angespannten Situationen häufig weiter. Alleine dafür hat sich das Experiment jedenfalls gelohnt!

Monat 3 – Yoga:

Jeden Tag Yoga zu machen, war im März ein ganz wichtiger Anker für mich. Vor allem in der stressigen Uni-Zeit und zu Beginn meiner Trainer*Innen-Ausbildung waren 20 Minuten Yoga und Zeit nur für mich ein Glücksmoment an jedem Tag. Auch, wenn mein Körper sich zu Beginn in manchen Positionen sperrig angefühlt hat, ist mit jedem Tag etwas mehr Flexibilität und Feingefühl hinzugekommen. Yoga ist seitdem ein konstanter, wenn auch nicht mehr so regelmäßiger Begleiter in meinem Alltag. Hier konnte ich ebenfalls einige Aspekte aus der Meditation mitnehmen und gönne mir nach jeder Praxis ein paar Minuten Stille.

Monat 4 – Vegan:

Zu Jahresbeginn, wollte ich unbedingt sofort auf eine vegane Ernährung umsteigen, nachdem ich mich schon länger mit dem Thema auseinandergesetzt und auch durch mein Studium immer mehr Einblicke in die Umweltauswirkungen von tierischen Lebensmitteln gewonnen hatte. Der Film „What the Health“ war dann nur noch das I-Tüpfelchen meiner Überzeugung, eine vegane Ernährung zumindest einmal ausprobieren zu wollen. Allerdings hat mich dieser Vorsatz zu Jahresbeginn so überfordert, dass ich mir noch 3 Monate Zeit geben wollte, um mich mehr einzulesen, Freunde zu befragen und Vorkehrungen zu treffen, um meine Entscheidung in die Tat umzusetzen. April war dann also mein Vegan-Experiment vorgesehen und ich habe mich mit Begeisterung in Rezepte und alternative Lebensmittel, zu vor allem Milchprodukten, reingetigert. Spätestens die wirklich leckeren veganen Varianten von Palatschinken und Milchreis, haben mich dann überzeugt, dass vegan leben möglich und sogar schmackhaft ist. Auch wenn ich heute nicht mehr so strikt bin, habe ich doch seit April meinen Konsum von tierischen Lebensmitteln drastisch reduziert.

Monat 5 – Minimalismus:

Eigentlich hatte ich geplant im Monat Mai die Minimalismus Challenge erneut zu starten. Weil ich aber im vergangenen Jahr bereits einen Großteil meiner Besitztümer weggegeben, entsorgt (wenn kaputt), getauscht, verkauft oder verschenkt habe, hat sich die Summe an entfernbaren Dingen stark reduziert. Ich habe dann gemerkt, dass ich zwar einige Teile noch ausmisten konnte, aber ein ganzer Monat war mir dann doch zu viel. Die Gedanken an Reduktion und einen achtsameren Umgang mit meinem Konsum, haben mich im Monat Mai dennoch begleitet.

Monat 6 – Kauf nix:

Juni stand dann ganz im Zeichen von bewusstem Konsum. Ich wollte nichts kaufen. Gar nichts? Nein. Essen, Lebensmittel und Notwendiges, wie Medikamente, waren vollkommen in Ordnung. Ich hatte bereits seit 2016 meinen Konsum von vor allem Kosmetika und Kleidung drastisch reduziert, wollte aber doch wissen, was ich sonst noch an unnötigen Gegenständen versucht war, in einem Monat zu kaufen. In der Auseinandersetzung wurde mir nochmal bewusst, dass man ganz viele Dinge, die man glaubt, besitzen zu müssen, eigentlich gar nicht wirklich braucht, wenn man 2 Mal darüber nachdenkt. Eine gute Entscheidungshilfe für mich ist hier die Lösung, zumindest einen Tag zu warten, nachzudenken und nachzuspüren und zum Laden zurück zu gehen, sollte ich den Gegenstand wirklich brauchen/wollen.

 

Nach 6 Monaten, in denen ich viel über mich selbst lernen konnte und neue Gewohnheiten etabliert habe, freue ich mich schon auf die kommenden 6 Experimente bis zum Ende des Jahres 2018!

Gebt Bescheid, wenn ihr detailliertere Berichte zu den einzelnen Experimenten haben wollt!

 

Lasst die Sonne scheinen,

Eure Marolena

 

 

*Disclaimer: Werbung, weil verlinkte Seiten und Produkte/unbezahlt und nicht gesponsert

ZeroWaste – der Weg ist das Ziel…

ZeroWaste – der Weg ist das Ziel…

ZeroWaste heißt übersetzt „Kein Abfall“ und klingt aufs Erste sehr utopisch. Als ich vor bald 2 Jahren über den Blog von „dariadaria“ auf vier Videos zu ZeroWaste gestoßen bin, war ich sofort begeistert und durchforstete das Internet nach weiteren Ideen und Informationen. Nachdem ich mich im Sommer 2016 in das Thema eingelesen hatte, habe ich beschlossen selbst ein ZeroWaste Experiment für ein Jahr zu starten. Auf meiner Instagram Seite könnt ihr meine ersten Schritte bis heute nachverfolgen. Die ZeroWaste Bewegung, bezogen auf das private Leben, stammt aus den USA und wurde von der Pionierin Bea Johnson initiiert. Von ihr stammen auch die 5 Prämissen („the 5 Rs“) der Bewegung:

  • Refuse – verweigern (von z.B. neuen Gegenständen, Flyern etc.)
  • Reuse – wiederverwenden (von z.B. gekauften Gläsern, Zeitungspapier als Geschenkpapier oder Kleidung)
  • Repair – reparieren (von kaputten Gegenständen)
  • Recycle – recyceln (von Glas, Papier, Metall und Plastikverpackungen)
  • Rot – verrotten/kompostieren (von biologischen Abfällen)

Anhand dieser Prinzipien kann man sich gut orientieren und Entscheidungen zur Abfallvermeidung abwägen. Zum Beispiel macht es Sinn etwas zuerst zu reparieren, bevor man ein neues (umweltfreundlicheres) Produkt kauft.

Bevor ich nun meine Anfänge und Einsteigertipps teile, vorweg noch ein paar Zeilen:

Für mich heißt ZeroWaste, dass ich mich kontinuierlich auf das Ziel hinbewege, ganz ohne Perfektionismus, mit Fehlern, Rückschlägen genauso wie mit Erfolgen und Erkenntnissen. Ich werde es wahrscheinlich nie erreichen, gar keinen Müll mehr zu produzieren, aber ich kann mich durch bewusstes Handeln und in kleinen Schritten weiterbilden, der Utopie annähern und dadurch andere Menschen inspirieren.

Generell bin ich das Thema so angegangen, dass ich immer wenn ein Produkt leer geworden ist oder ich etwas ersetzen musste, Alternativen, Selbermach-Möglichkeiten und Tipps im Internet recherchiert habe. Ich hoffe meine Erfahrungen helfen Euch letztendlich ebenso kleine aber konsequente Schritte zu tun!

ZeroWaste in Babyschritten

Schritt Nummer 1 – Zahnpasta

Da ich mich jedes Mal, wenn ein Produkt leer geworden ist, um eine ZeroWaste Alternative gekümmert habe, war mein erstes ZeroWaste DIY Zahnpasta. Ich habe hier das einfache Rezept von Trash is for Tossers verwendet:

  • 2 EL Kokosöl
  • 1 EL Natron
  • 15-20 Tropfen Pfefferminzöl

in ein Gefäß füllen und gut umrühren. Voila und fertig ist die Zahnpasta! Einfach auf die Zahnbürste geben und putzen.

Die Zutaten bekommt man entweder im Glas (Kokosöl und Pfefferminzöl) oder im Drogerie-, Supermarkt oder Unverpackt-Laden. Natron habe ich mir in der Apotheke in mein eigenes Gefäß füllen lassen.

Am Anfang mag die Paste eher ungewohnt sein, weil sie nicht schäumt und doch anders schmeckt, als man es von herkömmlicher Zahnpasta gewohnt ist. Mittlerweile finde ich diese Variante, also Zahnpastatabs (von z.B. Lush oder dem Unverpackt-Laden) oder Zahnpulver, viel wohlschmeckender, als herkömmliche Zahnpasta. Passende unverpackte und umweltfreundliche Zahnbürsten aus Bambus bekommt man im Unverpackt-Laden oder Online (z.B. Ecobamboo, Hydrophil etc.).

Alternative: Zahnpulver

  • 3 EL Natron
  • 1 TL Zimt
  • 1/2 TL feines Meersalz
  • 5 Tropfen Pfefferminzöl

Zutaten in ein verschließbares Gefäß füllen und kräftig schütteln. Zahnbürste nass machen, Pulver mit den Borsten aufnehmen und Achtung, fertig, los: putzen!


Schritt Nr. 2 – Deo

Ich habe mir ein Deo von Lush besorgt und bin damit sehr zufrieden, da es sehr lange hält und ich es unverpackt mit einem mitgebrachten Gefäß kaufen kann. Es gibt aber auch einige DIY Alternativen z.B. hier, hier und hier.


Schritt Nr. 3 – Einkaufssackerl und Taschen

Unverpackt Lebensmittel einkaufen hat mich am Anfang etwas abgeschreckt. Aber dann habe ich entdeckt, dass das Einkaufen von Gemüse, Obst und Trockenprodukten, wie Haferflocken, Mehl, Reis und Nudeln, mit eigenen Gefäßen (Gläsern, Tupperware, Dosen), Taschen und Sackerl einige Vorteile hat:

  1. Die Lebensmittel halten oft länger in Glasgefäßen
  2. vor allem Brot hält im Stoffsack wesentlich länger als in Papier oder Plastik
  3. ich kann die Menge, die ich kaufen möchte selbst bestimmen
  4. ich vermeide dadurch eine ganze Menge an Plastikverpackungen

Also habe ich meine Stofftaschen zusammengesammelt und stets eine in meinem Rucksack für den Einkauf deponiert. Zudem habe ich einige alte T-Shirts und eine Schlafhose zu kleinen Sackerl mit Zugverschluss umgenäht. Ich verwende sie heute immer noch und wasche sie nach dem Gebrauch. Ein längerer Post dazu folgt!

Update: den Post zu den ZeroWaste Sackerl findet ihr hier!


Schritt Nr. 4 – wiederverwendbare Wasserflasche

Um Plastikflaschen unterwegs zu vermeiden und unterwegs gut mit Wasser versorgt zu bleiben, gehe ich meist mit Wasserflasche außer Haus. Am liebsten verwende ich eine Edelstahlflasche, ganz ohne Plastik, eine alte Bierflasche mit Verschluss oder eine andere Glasflasche. Generell empfiehlt sich immer das zu verwenden, was man schon zu Hause hat (ganz im Sinne der 2 Rs „Refuse“ und „Reuse“). Denn auch die „ZeroWaste“-Produktalternative musste zuvor produziert werden, wofür Ressourcen, Energie und Arbeit aufgewendet wurden.


Schritt Nr. 5 – Informationen sammeln

Mittlerweile ist die ZeroWaste Bewegung doch recht groß geworden und es gibt einige gute Quellen, über die man zu Ideen und DIYs kommt. Ich nenne hier meine meist Genutzten:

Trash is for Tossers Youtube Kanal

Bea Johnsons Buch „Zero Waste Home“

WastelandRebels Blog

Smarticular für allerlei DIYs

Instagram: mit dem Hashtag #zerowaste findet man viele engagierte Menschen mit Erfahrungen, Tipps und Tricks rund um das Thema

Noch mehr Links findet ihr auf meiner Inspirations-Seite! Und eine Liste von Unverpackt-Läden in Wien findet ihr hier, eine Übersicht auf der ganzen Welt findet ihr hier.

 

 

Fotos: (c) Alexander Petschnig und (c) Elena Beringer

*Disclaimer: Werbung, weil Markennennung, aber nicht gesponsert. Die Produkte der verlinkten Marken habe ich selbst gekauft.

Mit Herz, Hand, Hirn und Höschen

Mit Herz, Hand, Hirn und Höschen

Hallo ich bin MaRoLena,

Der Künstlername ist ein Wortspiel mit meinen drei Vornamen Elena Marie Karoline und eine Hommage an zwei besondere Vorfahrinnen und an ihre Stärke als Frauen in turbulenten Zeiten, denen ich meinen zweiten und dritten Vornamen verdanke.
Im September 2016 habe ich marolenas_stimme erschaffen, um auf Instagram meine Schritte hin zu ZeroWaste und einem bewussteren Leben mit unserer Umwelt zu dokumentieren. Und durch die Rückmeldungen und Möglichkeiten, die ich dadurch bekommen habe, und durch die Menschen, denen ich durch die Plattform begegnet bin, ist der Wunsch gewachsen, mehr Inhalte und Gedanken in die Welt zu schicken, meine Stimme noch lauter zu nutzen und auch andere Schöpfer*Innen zu bestärken und zu inspirieren.

In diesem Blog werde ich meinen Blick auf Nachhaltigkeit, Müllvermeidung, Achtsamkeit, ein langsameres Leben und Frauenwissen teilen. Ich werde mich hier an den Wörtern Herz, Hand, Hirn und Höschen orientieren. Diese vier Begriffe symbolisieren für mich gut, wohin die Reise mit diesem Blog geht und erinnern mich immer wieder, dass es wichtig ist alle vier Themen in Balance zu halten. Ihr werdet den vier Überbegriffen deshalb auch immer wieder begegnen.

Mein Wort des Jahres 2018 ist „Mutig“ und Mitte dieses Jahres ist es nun soweit: mein Blog geht online! Lange habe ich darüber nachgedacht einen Solchen zu verfassen und freue mich nun umso mehr, diesen für mich mutigen Schritt zu tun! Ein Schritt auch in eine Richtung einer möglichen neuen beruflichen Perspektive. Ich freue mich hier auch über interessierte Kooperationen!

Ich bin gespannt wohin mich dieses Abenteuer führt und freue mich über jede/n Leser*In, den/die ich ein bisschen inspirieren und in einem bewussteren Leben mit unserer Umwelt und mit uns selbst bestärken kann! Auch bin ich gespannt auf angeregte und respektvolle Diskussionen! In diesem Sinne:

Sei frech und wild und wunderbar“ – Astrid Lindgren

 


Foto: © Alexander Petschnig