Schlagwort: Emotion

Klimawandelwut

Klimawandelwut

… oder besser noch Klimakrisenärger! Ich sags euch, mir reichts! Die letzte Woche war echt hart. Die grüne Lunge der Erde der Amazonas wird durch großflächige Brandrodung zerstört, in Indonesien brennt es, die Arktis steht in Flammen und Permafrostböden tauen auf, während Gletscher für tot erklärt werden und die Erde sich immer mehr durch unser Zutun aufheizt.

Wenn man sich so viel mit einem Thema auseinandersetzt und so viel Wissen dazu hat, dann macht es einen noch wahnsinniger, wenn die Entscheidungsträger*innen und so viele Menschen kein Bewusstsein für das wichtigste Thema unserer Zeit haben. Es geht um die Klimakrise. Die Stimmen werden immer mehr und lauter, dass der Klimawandel die wichtigste und größte Herausforderung unserer Zeit ist. Die Welt wird heißer und das merken wir mittlerweile auch schon. Rund um den Globus brennen die Wälder, es gibt Hitzewellen, Dürreperioden, das Klimasystem verändert sich. Die Folgen sind für mich logisch: Nahrungsmittelmangel, Wasserknappheit, Überschwemmungen und Naturkatastrophen, verstärkte Migration und gesellschaftliche Unruhen (vielleicht sogar Schlimmeres). Und wenn ich dem ganzen so zu schaue, dann Frage ich mich, wie wir das eigentlich alles noch umdrehen können. Wenn ein Bolsonaro die Hilfszahlungen für den brennenden Amazonas ablehnt, wir von Bränden rund um die Welt wochenlang nichts mitbekommen und wenn heimische Politiker*innen keine klaren Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels setzten wollen und sich mit so vielen anderen Themen beschäftigen. Es ist Zeit zu handeln und wie Professor Helga Kromp-Kolb, führende Klimaforscherin Österreichs, immer sagt: „für Pessimismus ist es zu spät“. Eine positive Vision zu haben ist gerade hier auch sinnvoll. Aber die Gefühle, die bei mir hochkommen, wenn ich Wälder brennen und Tiere und Menschen flüchten sehe, kann ich auch nicht leugnen. Ärger, Wut, Trauer, Verzweiflung und Angst. Ich fühle mich bedroht. Ich fühle mich manchmal hilflos und voller Sorge. Ich frage mich, in welche Arbeit ich noch Energie reinstecken will, ob ich mich überhaupt noch um Vorsorge kümmern soll, wie meine zukünftigen Kinder leben werden, wie wir als Einzelpersonen etwas Großes ins Rollen bekommen können und warum nicht viel mehr Leute laut aufschreien. Da ich offensichtlich nicht alleine mit meinen Gefühlen bin, gibt es seit kurzem auch einen tollen neuen Instagram-Account zu den psychischen Auswirkungen des Klimawandels.

(c) Harrison Moore via Unsplash

Letztendlich geht es nicht um die Rettung des Planeten, denn die Erde wird auch uns überleben, es geht um Frieden und Erhalt der Menschheit. Wir zerstören tagtäglich unsere Lebensgrundlage und das Wasser steht uns bis zum Hals. Vielleicht sogar bald wortwörtlich. Ich kann hier zahlreiche Fakten und wissenschaftliche Ergebnisse listen, einige habe ich euch auch schon mal in diesem Beitrag berichtet. Weitere tolle Beiträge findet ihr auch bei: Tanja – Blattgrün, Justine – justineceptcalmandwentvegan, Mira – roedluvan

Cristiania, Kopenhagen (c) Elena Beringer

Aber mich überkommt mehr und mehr das Gefühl, dass es nicht mehr um Fakten geht. Es geht um Macht und um das Auslösen von starken Gefühlen. Wenn wir zusammenkommen, uns gegenseitig motivieren und klarstellen wohin wir wollen, können wir die Welt verändern. Davon bin ich überzeugt! Also lasst uns bitte aufstehen und lauter werden. Lasst uns mit gutem Beispiel vorangehen:

  • Sei es, dass du die Politiker*inne wählst, die wirklich etwas gegen die Klimakrise tun wollen,
  • das Klimavolksbegehren unterzeichnest,
  • auf Fleischkonsum verzichtest,
  • nicht mehr fliegst und weniger Auto fährst,
  • Bäume pflanzt, zum Beispiel über die Initiativen des WWF oder der Jane Goodall Institut in Kooperation mit Astrid von Wienerkind #webuildaforest
  • oder Bewusstseinsbildung machst und Demonstrieren gehst, zum Beispiel beim nächsten großen „Earthstrike“,
  • dein Geld bei einer umweltfreundlichen Bank anlegst,
  • mit deinen Eltern und Großeltern sprichst,
  • andere Menschen in ihrer wichtigen sozialen oder umweltrelevanten Arbeit unterstützt,
  • generell weniger konsumierst und deinen ökologischen Fußabdruck reduzierst
  • oder in die eigene Ruhe und Kraft durch Meditation kommst.

Jede*r kann etwas beitragen! Lasst uns unsere Gefühle in produktive Energie verwandeln und etwas tun! Heute!

Ich umarme euch,

Eure Marolena <3


Titelbild: © Jana Klar

*Disclaimer: unbeauftragte und unbezahlte Werbung/Verlinkungen